WandelGarten Freiburg Vauban

Slogan
Ideen pflanzen am Weidenpalast
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Wandelgarten
Zusammenfassung

Gemeinschaftsgarten, Lern- und Experimentierort
Leitfrage: Welcher Wandel ist in uns und um uns herum nötig, damit wir und unsere nachfolgenden Generationen auf dieser Erde gut leben können?
Schwerpunkt: Aufbau und Erhalt des fruchtbaren Bodens, Bewusstseinsbildung für die Bedeutung des Edaphons

Ausführliche Beschreibung

Wir sind ein nachbarschaftliches Netzwerk von Menschen aller Generationen mit einer Vielfalt an Erfahrungen und Interessen, vorwiegend aus den Stadtteilen Vauban, St. Georgen und aus Merzhausen. Wir planen und gestalten den Garten gemeinsam. Beerensträucher, Blumen und Stauden umrahmen ihn. Viele sind erstaunt, welche Vielfalt an bekannten und weniger bekannten Gemüsesorten, Kräutern und Wildpflanzen, sowie an Anbauformen (Hoch-, Hügel- und Lasagnebeete) sich auf dem 800qm-Gelände befindet.

Ort des Austauschs und der Begegnung

Wir Garten-Aktiven lernen gemeinsam mit- und voneinander. Der Garten hat keine Zäune, ist frei für jeden zugänglich. Er ist somit ein idealer Kommunikationsort für spontane Begegnungen. Wir lernen dabei im Austausch miteinander, aber auch mit Passanten und Besuchern sowie Besuchergruppen aus aller Welt und geben unser Wissen gern weiter. Benutzer von Bus und Straßenbahn nutzen Wartezeiten an der direkt gegenüber liegenden stark frequentierten Umsteigestelle zu kurzen oder längeren Besuchen und Rundgängen im Garten. So entwickelt sich der Garten zu einem Lern- und Austauschort, wo sich Menschen spontan treffen, sich umschauen und zusammen aktiv werden. So entstehen viele spontane Gespräche zu biologischer Landwirtschaft, Ernährungssouveränität, zu Permakultur und erneuerbaren Energien, autofreiem Wohnen und vielen Themen, aus denen wir und unsere Besucher Anregungen und neue Ideen schöpfen. Mehrere Dozent*innen der Permakultur nutzen den Garten als Anschauungs- und Lernort für die Studierenden zum Thema Boden und Kompost.

Gemeinsam planen, säen, pflanzen, pflegen, auswerten, feiern

Zu Beginn jedes Gartenjahres planen wir gemeinsam, was wir im neuen Jahr säen und pflanzen wollen. Es entstehen auch immer wieder neue Projekte, die uns zum Teil länger beschäftigen – wie das Projekt „Guten Boden machen“ und „Paprika statt Parkplätze“. Zum Werkeln und Austausch treffen wir uns ein bis zweimal pro Woche, um das Geplante umzusetzen. Und finden auch immer wieder Anlässe, gemeinsam zu feiern.

Projektlernen im Garten für Kindergruppen und Schulklassen

Mit 10 Schulklassen und mehr als 250 Schülern führten wir 2016 und 2017 das Nachhaltigkeitsprojekt „Paprika statt Parkplätze“ durch, gemeinsam mit der Innovation Academy e.V., dem Autofreiverein e.V., dem International World College sowie dem Tofu-Hersteller „Taifun“. In jeweils kleinen Gruppen bauten sie Hochbeete, erlernten Methoden der Kompostherstellung, machten Studien zur nachhaltigen Stadt- und Freiflächenentwicklung und eine Rallye, um das Mobilitätskonzept des Stadtteils Vauban zu erkunden. Sie ermittelten den Flächenverbrauch durch versiegelte Flächen im Stadtteil und berechneten, wie viele Hochbeete auf die Fläche eines Parkplatzes passen würden und was man darin an Essbarem anbauen könnte, um eine Familie zu versorgen.

Derzeit läuft das Kleeblattprojekt: “Earth care! - people care! oder: Wie die Gesundheit der Menschen mit der Gesundheit der Erde zusammenhängt.” Es ermöglicht 4 Kindergartengruppen innerhalb eines Jahres viermal in den WandelGarten zu kommen u.a. um Kartoffeln anzupflanzen, zu pflegen und zu ernten.

Im Start befindet sich das Projekt "Füttert die Regenwürmer!" gefördert durch die Deutsche Postcode Lotterie.

Projekt Guten Boden machen

Im fortlaufenden Projekt „Guten Boden machen“ bauen wir den kargen Boden allmählich wieder auf mit verschiedenen Kompostiermethoden: Kompostmieten, Bokashi, Wurmfarm, Terra Preta, BEAM-BioReaktor und Flächenkompostierung. Das Gartenamt der Stadt Freiburg und die Nachbarschaft unterstützen uns tatkräftig dabei: die Bio-Kantine in der VillaBan mit Gemüseresten, der Kinderabenteuerhof und eine Ziegenhalterin mit Mist sowie zwei Cafés (Elephant Beans und 5 Senses) mit Kaffeesatz und Kaffeesäcken.

Wir führen jährlich mehrere Workshops durch, u.a. zu Bokashi, Terra Preta und „Wurmkompost selbst machen“, in denen wir unsere Erfahrungen an Nachbarn und Interessenten weitergeben und publizieren diese auch bei anstiftung.de als Anregung für andere, hier lesen oder das Webinar auf Youtube anschauen Wurmfarmwebinar.

 

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